Infos zu STIs

Vielen Dank an die AIDS Hilfe für die Bereitstellung der folgenden Informationen!

Hier findest du Informationen zu:

STIs

(=sexual transmitted infections)
Wie der Name sagt, handelt es sich dabei um Infektionen die beim Sex übertragen werden können. Es gibt STIs gegen die man sich gut schützen kann und andere gegen die man sich kaum schützen kann.

Wichtig bei STIs ist zu wissen:

  • diese können nur durch spezifische Untersuchungen festgestellt werden
  • Selbstbehandlung ist zu vermeiden
  • wenn der Verdacht vorliegt sollte man eine*n Ärzt*in aufsuchen
  • Sexualpartner*innen sollten über die Infektion informiert werden

Viral

HIV

HIV (=Human Immune Deficiency Virus) ist ein Virus, der die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert.

Eine Infektion mit HIV geschieht durch das Eindringen von einer ausreichenden Menge an infektiösen Körperflüssigkeiten über geeignete Eintrittspforten in den Organismus.

Infektiöse Körperflüssigkeiten

  • Blut
  • Sperma
  • Vaginalsekret
  • Muttermilch
  • Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit

Geeignete Eintrittspforten

  • tiefe, frische, offene Wunden
  • Schleimhäute (Auge, Nase, Mund, Vagina, Innenseite der Vorhaut, Harnröhreneingang und Analschleimhaut). Schleimhäute müssen nicht verletzt sein, um ein Eindringen des Virus zu ermöglichen.

Oberflächliche Wunden, Kratzer, Abschürfungen, Nagelbetteinrisse und tage-/stunden-alte Wunden gelten nicht als geeignete Eintrittspforte.

Die Übertragung kann somit auf folgenden Wegen geschehen:

  • Geschlechtsverkehr (Vaginal-, Anal-, Oralverkehr, wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden)
  • Gemeinsames Benutzen von Spritzen und Zubehör bei intravenösem Drogenkonsum
  • Nadelstichverletzungen (im medizinischen Bereich)
  • Mutter-Kind-Übertragung

Beim Geschlechtsverkehr kann man sich mit einem Kondom vor der Übertragung schützen (=Safer Sex). Beim Oralverkehr gilt es Sperma und Blut im Mundraum zu vermeiden (Kontakt mit Lusttropfen und Vaginalsekret im Mundraum ist kein Risiko für eine HIV-Infektion). Beim intravenösen Drogenkonsum schützt man sich indem man Nadeln und Zubehör nicht mit anderen Personen teilt (=Safer Use).

Sollte es zu einer HIV-Infektion gekommen sein, muss man sich in ärztliche Kontrolle begeben. Wichtige Faktoren sind dabei die Viruslast und die Aktivität des Immunsystems. Diese werden in regelmäßigen Abständen vom/von der behandelnden Ärzt*in erhoben. Zeitgleich ist eine antiretrovirale Therapie einzunehmen. Hierbei muss alle 24 Stunden eine bis zwei Tabletten eingenommen werden. Die medikamentöse Behandlung bewirkt, dass sich der Virus im Körper nicht mehr vermehren kann und das Immunsystem entlastet wird. Die Lebenserwartung von HIV-positiven Menschen steigt dadurch auf dasselbe Mittel wie bei HIV-negativen Menschen.

Hepatitis

Hepatitis bezeichnet in der medizinischen Fachsprache allgemein alle Formen von Leberentzündungen. Neben anderen Ursachen können folgende drei Hepatitis-Typen eine Entzündungsreaktion der Leber hervorrufen.

Hepatitis A

Dieser Typ wird meist über verunreinige / ungekochte Lebensmittel und Trinkwasser übertragen. Beim Sex kann jeder Kontakt zwischen Anus und Mund (auch über Finger) ein Infektionsrisiko darstellen. Beim „Rimming“ (Arschlecken) oder „Kaviar“ (Essen von Kot) ist das Infektionsrisiko besonders groß.

Die Infektion verläuft häufig ohne typische Symptome.

Mögliche Symptome sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, Brechreiz, leichtes Fieber, Abneigung gegen Fett oder Alkohol. Bei 1/3 der Erkrankten können Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut, dunkler Urin) auftreten.

In der Regel klingen die Beschwerden nach zwei bis sechs Wochen ab. Ein chronischer Verlauf besteht nicht – die Hepatitis A heilt aus und es besteht lebenslange Immunität.

Der beste Schutz bietet die Impfung. Zusätzlich sollte man nach dem Toilettengang Hände waschen und bei Reisen in Ländern mit niedrigem Hygienestandards besondere Maßnahmen für Nahrungsmittel und Trinkwasser ergreifen.

Hepatitis B

Die Hauptübertragungswege sind Blut und Sex. Hepatitis B-Viren können wesentlich leichter als HIV übertragen werden. Daher ist das Kondom zwar ein zusätzlicher Schutz und kann das Infektionsrisiko verringern, aber eine Infektion kann auch folgendermaßen übertragen werden:

  • bei Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Vaginalsekret, Lusttropfen, Muttermilch (seltene über Speichel, Kot und Urin)
  • bei allen Sexualpraktiken (auch küssen, wenn die Viruslast sehr hoch ist)
  • beim gemeinsamen Benutzen von Spritzen und Zubehör beim intravenösen Drogenkonsum

Die akute Infektion verläuft häufig ohne typische Symptome. Beim symptomatischen Verlauf treten ähnliche Symptome wie bei Hepatitis A auf. Bei ca. 90-95 % der Infektionen heilt eine Hepatitis B-Infektion von selber aus (lebenslange Immunität). Der Rest nimmt einen chronischen Verlauf. Eine chronische Infektion kann zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen, kann allerdings medikamentös behandelt werden. Ist eine Viruslastsenkung aufgrund dessen eingetreten, kann Hepatitis B auf sexuellem Wege sehr unwahrscheinlich weitergegeben werden.

Am besten schützt auch hier eine Impfung. Zusätzlich reduzieren Kondome das Risiko einer Infektion sowie die Anwendung von Safer Use-Regeln.

Hepatitis C

Dieser Hepatitis-Typ wird ausschließlich durch Blut übertragen. Allerdings reichen bereits geringe Mengen aus. Die häufigsten Übertragungswege sind

  • gemeinsames Benutzen von Spritzen und Zubehör beim intravenösen Drogenkonsum
  • gemeinsames Benutzen von Sniffröhrchen
  • Nadelstichverletzungen
  • Sexualpraktiken, bei denen es härter zugeht und Blut-zu-Blut-Kontakt besteht (z.B. Fisten)
  • mangelnde Hygiene beim Tätowieren, Piercen
  • teilen von Toilettartikeln (z.B. Rasierer)

In 75 % der Fälle verläuft eine Infektion symptomlos. Ansonsten treten dieselben Symptome wie bei Hepatitis A und B auf. Bis zu 20 % der Infektionen können nach der akuten Phase spontan ausheilen. Wenn es zu einem chronischen Verlauf kommt, besteht heutzutage eine nahezu 100%ige Heilungschance (abhängig vom Genotyp). ACHTUNG: im Gegensatz zu Hepatitis A und B besteht keine lebenslange Immunität, d.h. man kann sich immer wieder mit Hepatitis C anstecken.

Gegen Hepatitis C gibt es keine Schutzimpfung. Schützen kann man sich durch Safer Use-Maßnahmen, Verwendung von Latexhandschuhen und Kondomen (inkl. Wechsel von Partner*in zu Partner*in) und Vermeidung von Blut-zu-Blut-Kontakten.

HPV

Eine Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus gehört zu den häufigsten STIs. Fast alle sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe des Lebens mit mindestens einem HPV-Subtyp in Kontakt (mehr als 100 verschiedene Subtypen sind existent).

Eine Übertragung ist bei allen sexuellen Kontakten möglich, vor allem bei ungeschützten Anal- und Vaginalverkehr.

Meist heilt eine HPV-Infektion von selbst aus.

Symptome einer Infektion können Feigwarzen (Kondylome) sein. Diese können mittels Operation, Vereisung, Laser oder Creme entfernt werden, sollten sie nicht spontan ausheilen. Feigwarzen kehren häufig nach Therapie wieder. Hauptsächlich verlaufen Infektionen mit HPV aber symptomlos.

Einige HPV-Subtypen sind krebsauslösend (Anal, Gebärmutter, Vagina, Penis), daher ist eine Früherkennung wichtig. Schutz bietet eine Impfung, die allerdings von der österreichischen Gesundheitskasse nur bis zum vollendeten 17. Lebensjahr übernommen wird.

Kondome reduzieren die Übertragungswahrscheinlichkeit nur mäßig.

Bei Fragen zu HPV und dem Schutz kann man sich an eine*n Fachärzt*in für Haut- und Geschlechtskrankheiten wenden.

Herpes

Der Herpes-simplex-Virus (HSV) umfasst 2 Typen:

–           HSV-1: bekannt als Lippenherpes, fast alle Menschen sind davon betroffen

–           HSV-2: bekannt als Genitalherpes kommt bei ca. 20 % der Bevölkerung vor

Hauptübertragungswege des Virus sind Schleimhaut-Schleimhaut-Kontakt, Tröpfchen- und Schmierinfektion. Ein Kontakt mit der infektiösen Flüssigkeit aus den Bläschen ist notwendig.

Kondome reduzieren die Infektionswahrscheinlichkeit nur begrenzt, da dieser Virus auch beim Küssen, Oralverkehr, durch Berührung (Finger) übertragen wird. Daher sollte man den Kontakt mit Bläschen / Geschwüren meiden.

Symptomatisch für Herpes-Infektionen sind brennende, schmerzende, juckende Bläschen. Bei leichtem Verlauf genügt eine lokale Therapie mit Salbe. Bei schwereren Verläufen können Virustatika als Tablette oder intravenös verabreicht werden.

Eine Ausheilung ist nicht möglich. Die Viren „verstecken“ sich in den Nerven, deshalb können sie an der gleichen Stelle wieder auftreten, vor allem bei Stress.

Bei Fragen zu Herpes kann man sich an eine*n Fachärzt*in für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder den/die Hausärzt*in wenden.

Bakteriell

Bei bakteriellen STIs gibt es gute Therapiemöglichkeiten. Wichtig ist zu beachten, Sexualpartner*innen über eine Infektion zu informieren, dass sich diese auch gleich behandeln lassen können. Dadurch wird die Infektionsweitergabe an weitere versucht zu verhindern.

Syphilis

Syphilis-Infektionen sind bei allen sexuellen Kontakten möglich. Die Bakterien werden über intensiven Schleimhaut-Schleimhaut-Kontakt übertragen sowie über Blut und andere infizierte Körperflüssigkeiten. Zusätzlich kann der Kontakt mit dem Primärgeschwür und dem nässenden Hautausschlag zu einer Übertragung der Infektion führen.

Eine Infektion mit Syphilis verläuft in 3 Stadien:

  1. Stadium: einige Tage nach der Infektion bildet sich ein schmerzloses Primärgeschwür, an der Stelle an dem die Bakterien eingetreten sind (oral, genital, vaginal, anal). Dieses Geschwür kann übersehen werden.
  2. Nach ca. 9 Wochen kommt es zu Fieber, Lymphknotenschwellungen und Hautausschlägen (meistens Handinnenflächen, Fußsohlen und Rumpf).
  3. Stadium: Nach Jahren kommt es zu schweren Schäden an Organen, Gefäßen, Nerven, Skelett und Gehirn. Diese Schäden sind irreparabel.

Eine Syphilis-Infektion ist mittels Antibiotika gut behandel- bzw. heilbar.

Kondome reduzieren das Risiko einer Infektion mit Syphilis, können dies aber nicht komplett ausschließen.

Chlamydien

Chlamydien werden genital, oral, vaginal und anal durch Schleimhaut-Schleimhaut-Kontakt übertragen und besiedeln die Schleimhäute mit denen sie in Berührung kommen. Daher ist es wichtig bei Abstrichen alle Locations abzustreichen.

Folgende Symptome können bei einer Chlamydien-Infektion auftreten:

  • genital:
    • bei weiblichen Geschlechtsorganen meistens symptomlos, ansonsten wässriger, teils eitriger Ausfluss, Juckreiz und Brennen beim Wasserlassen
    • bei männlichen Geschlechtsorganen in 50 % der Fälle asymptomatisch. Wenn Symptome auftreten, können dies Brennen beim Wasserlassen oder meist klarer Ausfluss aus der Harnröhre sein.
  • anal:
    • meist ohne Symptome, sonst Ausfluss oder Juckreiz
  • oral:
    • keine bzw. kaum Symptome

Chlamydien sind mittels Antibiotika gut behandel- bzw. heilbar. Wenn eine Infektion nicht behandelt wird, kommt es zu einem chronischen Verlauf und Aufsteigen der Bakterien. Folgeschäden wie z.B. Unfruchtbarkeit sind möglich.

Wie bei Syphilis-Infektionen können Kondome die Infektionswahrscheinlichkeit reduzieren, aber nicht ausschließen.

Gonorrhoe (=Tripper)

Gonorrhoe wird, wie Chlamydien, über Schleimhaut-Schleimhaut-Kontakt übertragen. Auch hier gilt bei Abstrichen alle Locations (oral, anal, genital, vaginal) abzustreichen.

Folgende Symptome können auftreten:

  • genital:
    • bei weiblichen Geschlechtsorganen mehr als 50 % symptomlos
    • bei männlichen Geschlechtsorganen kommt es meist drei Tage nach Kontakt zu brennen beim Wasserlassen und/oder eitrigem Ausfluss („Bonjour-Tropfen“)
  • anal:
    • meist ohne Symptome, sonst Jucken und Brennen, evtl. Schleim/Eiter im Stuhl
  • oral:
    • kein bzw. kaum Symptome

Gonorrhoe kann von alleine ausheilen (oral nach ein bis drei Monaten) aber auch chronisch werden. Im Falle einer Chronifizierung kann es bei Personen mit weiblichen Geschlechtsorganen zu Unterleibsentzündungen und bei Personen mit männlichen Geschlechtsorganen zu Prostata-/Nebenhodenentzündung kommen. Folgeschäden sind bis zur Unfruchtbarkeit möglich.

Gonokokken (Bakterien, die Gonorrhoe auslösen) können mit Antibiotika therapiert werden.

Wie bei anderen bakteriellen STIs reduzieren auch hier Kondome das Risiko einer Infektion, können dieses aber nicht ausschließen.

Prävention

Kondom

Kondome sind bei Vaginal- und Analverkehr ein wirksamer Schutz vor HIV, wenn sie richtig angewandt werden. Zudem verringert sich auch das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen anzustecken. Kondome bieten zusätzlichen Schutz vor ungewollten Schwangerschaften.

Femidom

Das Femidom ist das Kondompendant für Sex zwischen Menschen mit Vulven. Auch hier gilt, dass sie bei Vaginal- und Analverkehr ein wirksamer Schutz vor HIV sind, wenn sie richtig angewandt werden. Auch durch Femidome verringert sich das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen anzustecken und bieten einen Schutz vor ungewollten Schwangerschaften.

PEP

Die PEP (= Post-Expositions-Prophylaxe) ist eine Notfallmaßnahme, wenn es zu einem Risiko für eine HIV-Infektion gekommen ist (z.B. Kondomplatzer, unsafer Sex).

Dazu werden für vier Wochen HIV-Medikamente eingenommen, die den HI-Virus daran sollen, sich im Körper festzusetzen und ist identisch mit einer einmonatigen HIV-Therapie.

Die PEP muss innerhalb von 48 Stunden nach Risikokontakt begonnen werden, jedoch gilt „je früher desto besser“. Da eine solche Therapie ein wesentlicher Eingriff in den Körper ist, ist eine PEP nur in ganz bestimmten Fällen angebracht.

Eine PEP kann verschrieben werden, wenn

  • ungeschützter Verkehr mit einem*r Partner*in stattgefunden hat, der/die HIV-positiv und NICHT in medikamentöser Therapie ist
  • der/die Partner*in anonym ist, aber einer Gruppe angehört, die von HIV häufiger betroffen ist

Eine PEP ist nicht indiziert, wenn

  • ungeschützter Verkehr mit einem*r Partner*in stattgefunden hat, der/die HIV-positiv ist und deren Viruslast unter der Nachweisgrenze ist.
  • man Sperma geschluckt hat.

Direkt nach dem Sex kann man mit einigen Maßnahmen das Risiko einer HIV-Infektion verringern:

  • urinieren, damit die Harnröhre ausgespült wird
  • Penis unter fließendem Wasser mit Seife waschen, Vorhaut zurückziehen und Eichel vorsichtig reinigen
  • bei Aufnahme in den Mund: ausspucken und vier- bis fünfmal mit Wasser nachspülen
  • wenn Sperma ins Auge gelangt: mit Wasser ausspülen
  • ACHTUNG: keine Scheiden- oder Darmspülungen durchführen, da diese die Wahrscheinlichkeit eine HIV-Infektion erhöhen kann!

Die PEP bekommt man in spezialisierten Ambulanzen an Spitälern oder vereinzelt auch bei niedergelassenen HIV-Spezialist*innen. Diese findet man im Verzeichnis.

PrEP

Die PrEP (=Prä-Expositions-Prophylaxe) beschreibt die Einnahme von HIV-Medikamenten vor sexuellen Kontakten. Die in Österreich zugelassene Variante ist die kontinuierliche Einnahme. Dabei nimmt man jeden Tag (alle 24 Stunden) eine Tablette ein und baut dadurch einen Schutz vor HIV auf – der Virus kann nicht in die dafür nötigen Zellen (CD4-Zellen / Immunsystem) eindringen.

Derzeit kostet die günstigste Variante der PrEP € 59,- / € 60,- (pro Packung á 30 Stück) diese wird nicht von der ÖGK übernommen. Dafür benötigt man ein Rezept eines*r HIV-Spezialist*in. Bevor die PrEP allerdings verschrieben wird, müssen ein paar Untersuchungen durchgeführt werden:

  • HIV-Test (sicherer Ausschluss einer Infektion mittels HIV-Antikörper/Antigen-Test)
  • Hepatitis B-Impfkontrolle
  • Nierenfunktionskontrolle

Danach sollten alle 3 Monate Verlaufskontrollen durchgeführt werden, bevor ein neues Rezept ausgestellt wird. Wer in Österreich die PrEP verschreiben darf, findest du im Verzeichnis.

Bei Fragen zur PrEP kannst du dich an jede regionale Aids Hilfe in Österreich wenden.

TasP

TasP (=Treatment as Prevention) bedeutet, dass HIV-positive Personen mit einer Viruslast unter der Nachweisgrenze den Virus sexuell NICHT weitergeben können, wenn der Sexualverkehr ohne Kondom oder PrEP stattfindet.

Die HIV-positive Person muss dafür jeden Tag ihre HIV-Medikamente einnehmen und alle 3-6 Monate zur ärztlichen Kontrolle gehen.

U=U / N=N

Unter der Nachweisgrenze = Unübertragbar / Nicht nachweisbar = Nicht übertragbar. Dabei handelt es sich um eine weltweite Aufklärungskampagne, um die Stigmatisierung von HIV-positiven Personen zu vermindern. Viele Menschen wissen noch nicht, dass der Virus, wenn er nicht nachweisbar ist, nicht übertragen werden kann.

Bei Fragen kannst du dich an jede regionale Aids Hilfe in Österreich wenden.